Kickboxen

Bei der Kampfsportart des Kickboxens wird das Schlagen mit Füßen und Händen, ähnlich des Karate, mit konventionellem Boxen miteinander verbunden. Im Training und Wettkampf gibt es viele Ähnlichkeiten mit dem Boxen, Muay Thai und Savate. In einigen Ländern, wie beispielsweise den USA oder Australien, sind Ellbogen- und Kniestöße verboten. Ob ein Gegner gehalten werden darf, welche Trefferflächen beim Gegenüber erlaubt sind, ob es Tritte auf die Oberschenkel (Lowkicks), Handdrehschläge oder Fußfeger gibt, ist in den einzelnen Schulen und Sportverbänden unterschiedlich geregelt. Verbandsübergreifende Tabus sind das Schlagens auf den Rücken und auf Gegner, die am Boden liegen, Tiefschläge, sowie das Werfen des Konkurrenten.

Gegründet wurde das Kickboxen im Jahr 1974. Damals hatte es noch den Namen All Style Karate, Sport-Karate oder Contact-Karate. Die Gründer des Weltverbandes „WASKO (World All Style Karate Organisation)“ einigten sich darauf, traditionelle fernöstliche Kampfmethoden (z.B. Karate, Kung Fu oder Taekwondo) zu einem sportlichen Wettkampf mit einheitlichen Regeln zu entwickeln. Es sollte anschließend gegen andere Kampfsysteme angetreten werden. Heute ist die WKA einer der größten Weltverbände. Jährlich werden Weltmeisterschaften ausgerichtet.